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Konfiguration
Lies den Inhalt eines NFC-Tags, schreibe Text, Links, Kontakte oder eigene Datentypen darauf und sperre ihn zum Schluss schreibgeschützt. Alles passiert auf deinem Gerät.
Vorgang
Kapazität der gängigsten Chips
NTAG213144 nutzbare Bytes
NTAG215504 nutzbare Bytes
NTAG216888 nutzbare Bytes
MIFARE Classic 1K716 nutzbare Bytes

So funktioniert es

Liest, beschreibt und sperrt NFC-Tags direkt über den Browser des Smartphones, ganz ohne App-Installation. Beim Scannen zeigt das Werkzeug die Seriennummer des Tags und jeden NDEF-Datensatz einzeln an, mit Typ, Größe, Sprache, MIME-Typ und dem Hexadezimal-Dump des Rohinhalts.

Zum Schreiben kannst du mehrere Datensätze in einer Nachricht kombinieren: Text mit Sprache, Links, beliebige MIME-Inhalte und eigene externe Typen. Außerdem gibt es Assistenten, die den Inhalt für dich aufbauen: vCard-Kontakt, E-Mail mit Betreff und Text, Telefonanruf, SMS, geografische Koordinaten, WhatsApp-Chat und das Öffnen einer Android-App.

Der gesamte Austausch mit dem Tag läuft über die Web-NFC-API auf deinem Gerät: Der gelesene oder geschriebene Inhalt wird nie an einen Server gesendet. Diese API ist derzeit nur in Chrome und Edge für Android verfügbar, über HTTPS-Verbindungen und bei im System aktiviertem NFC.

Beispiele

https://ittools.techrecordType: "url" — 21 bytesEin URL-Datensatz komprimiert das bekannte Präfix (https://) auf ein einziges Byte und belegt daher weniger Platz, als der Text vermuten lässt.
com.spotify.musicrecordType: "android.com:pkg"Der Android Application Record öffnet beim Auflegen des Tags die angegebene App und bietet an, sie zu installieren, falls sie fehlt.
ejemplo.com:configrecordType externo — payload libreExterne Typen nutzen eine eigene Domain als Namensraum und eignen sich für Daten, die nur deine eigene Anwendung versteht.

Anwendungsfälle

  • Sehen, was ein Tag wirklich enthält, bevor man ihn auflegt: Ziel-URL, Kontakt, Text oder Binärdaten.
  • Visitenkarten mit einem vCard-Kontakt beschreiben, der mit einer Berührung ins Adressbuch wandert.
  • Aufkleber mit der URL einer Speisekarte, eines Formulars, einer Anleitung oder des Gäste-WLANs vorbereiten.
  • Während der Entwicklung testen, wie eine Anwendung auf verschiedene NDEF-Datensatztypen reagiert.
  • Einen Tag schreibgeschützt hinterlassen, wenn der Inhalt endgültig ist und ihn niemand mehr ändern soll.

Häufige Fragen

Warum funktioniert es auf meinem Computer oder iPhone nicht?

Die Web-NFC-API ist ausschließlich in Chrome und Edge für Android 8 oder höher implementiert. Auf dem Desktop, in Safari und im iOS-Browser existiert sie nicht, daher kann keine Webseite dort Tags lesen oder beschreiben. Öffne dieses Werkzeug auf einem Android-Smartphone mit Chrome und über HTTPS.

Was ist der Unterschied zwischen einem Text- und einem URL-Datensatz?

Der Text-Datensatz speichert reinen Inhalt samt Sprache und löst keine Aktion aus: Das System zeigt ihn einfach an. Der URL-Datensatz speichert eine Adresse und bringt das Smartphone dazu, das Öffnen anzubieten; zudem komprimiert er die üblichen Präfixe und belegt so weniger Platz auf dem Tag.

Wie viel Inhalt passt auf einen Tag?

Das hängt vom Chip ab: Ein NTAG213 —der häufigste in Karten und Aufklebern— hat etwa 144 nutzbare Bytes, ein NTAG215 etwa 504 und ein NTAG216 etwa 888. Das Werkzeug berechnet die geschätzte Nachrichtengröße beim Zusammenstellen und warnt, sobald sie den kleinsten Chip übersteigt.

Lässt sich die Sperrung des Tags rückgängig machen?

Nein. Das Sperren aktiviert einen physischen Schutz des Chips, der ihn dauerhaft schreibgeschützt macht: Kein Gerät und keine App kann ihn je wieder beschreiben. Nutze diese Option nur, wenn der Inhalt endgültig ist.

Was ist ein externer Typ und wann lohnt er sich?

Das ist ein Datensatz, dessen Typ als „Domain:Name“ geschrieben wird —zum Beispiel beispiel.de:config— und der eine eigene Domain als Namensraum nutzt. Er eignet sich für Daten, die nur deine Anwendung interpretiert: Andere Lesegeräte sehen den Datensatz, versuchen aber nicht, darauf zu reagieren.

Wird der Inhalt des Tags an einen Server gesendet?

Nein. Lesen und Schreiben erledigt der Browser selbst gegenüber der Hardware des Smartphones; weder der gelesene noch der geschriebene Inhalt verlässt dein Gerät. Der Browser fragt beim ersten Mal nach der NFC-Berechtigung, und du kannst sie jederzeit widerrufen.